Kein gemachtes Nest! – Simone Huber über Unternehmensnachfolge
Mit gerade einmal 24 Jahren ein Familienunternehmen übernehmen, das der eigene Großvater vor über 60 Jahren gegründet hat. Klingt nach einem gemachten Nest? Für Simone Huber aus Wasserburg am Inn war es vor allem eines: eine große Verantwortung.
Denn wenn aus der Tochter plötzlich die Chefin wird, verändert sich einiges. Familiäre Beziehungen bekommen eine neue Dynamik, unternehmerische Entscheidungen müssen getroffen werden und manchmal stellt sich die Frage, wie viel Tradition man bewahren und wie viel man selbst verändern möchte.
In meinem Podcast „Im Herzen Unternehmerkind“ erzählt Simone offen und mit viel bayerischem Charme von ihrem Aufwachsen in einer Unternehmerfamilie, den Herausforderungen der Unternehmensnachfolge und davon, warum es manchmal besser ist, einfach ins kalte Wasser zu springen.

Unternehmertum von Kindesbeinen an
Für Simone war das Aufwachsen in einer Unternehmerfamilie zunächst nichts Besonderes. Der Handwerksbetrieb lag direkt neben dem Elternhaus, auch die Großeltern lebten auf dem Firmengelände. Familie und Unternehmen waren eng miteinander verbunden.
Ich spreche in diesem Zusammenhang gerne vom „unsichtbaren Gast am Küchentisch“. Denn in Unternehmerfamilien gehört das Unternehmen irgendwie immer dazu. Bei Simone waren selbst Begriffe wie Brutto und Netto schon als Kind ganz selbstverständlich.
Erst später wurde ihr bewusst, dass ihre Kindheit eben doch etwas Besonderes war.
Und genau das erlebe ich in meinen Podcastgesprächen immer wieder: Vieles, was uns als Unternehmerkinder prägt, erkennen wir erst im Rückblick.
Scheitern im Unternehmertum: Was, wenn nicht alles nach Plan läuft?
„Scheitern ist ja bei uns ein ganz böses Wort.“ Dieser Gedanke von Simone ist mir besonders in Erinnerung geblieben.
Denn hinter einer Unternehmensnachfolge stehen nicht nur Chancen, sondern manchmal auch große wirtschaftliche Herausforderungen. Kurz nach ihrer Übernahme kam Corona. Später stand bei einem Bankgespräch sogar die Frage im Raum, ob es nicht besser wäre, den Betrieb aufzugeben.
Simone hat sich dagegen entschieden. Sie wollte weitermachen, neue Wege finden und ihre eigenen Ideen verwirklichen.
Wir sprechen darüber, warum uns die Angst vor dem Scheitern manchmal davon abhält, überhaupt loszugehen. Und warum es so wichtig ist, auch über schwierige Zeiten offen zu sprechen, statt immer nur die Erfolgsgeschichten zu erzählen.
Denn Fehler und Rückschläge gehören zum Unternehmertum dazu. Entscheidend ist, was wir daraus lernen und wie wir damit umgehen.
Für Simone steht fest: Lieber ausprobieren, daraus lernen und weitermachen, als aus Angst gar nicht erst anzufangen.
Frauen im Handwerk: Mit OHN!CE eigene Wege gehen
Dass Simone eine echte Macherin ist, zeigt auch ihr Unternehmerinnen-Netzwerk OHN!CE, das sie gemeinsam mit ihrer Mitgründerin Justine ins Leben gerufen hat.
Als Frau in einem männerdominierten Handwerk fehlte ihr häufig der ehrliche Austausch mit anderen Unternehmerinnen. Also schuf sie kurzerhand selbst einen Raum dafür.
Ein Gedanke aus unserem Gespräch ist mir besonders in Erinnerung geblieben:
„Sei mal selber auf dich stolz.“
Denn gerade Menschen, die viel Verantwortung tragen, sehen häufig nur das, was noch nicht geschafft ist. Dabei vergessen sie manchmal, wie viel sie bereits auf die Beine gestellt haben.
Auch über die Anerkennung ihres Vaters sprechen wir. Darüber, warum Lob nicht immer leichtfällt und wie wichtig gegenseitige Wertschätzung gerade in Unternehmerfamilien ist.
Fazit zur Folge mit Simone Huber
Was ich aus diesem Gespräch mitnehme? Unternehmensnachfolge bedeutet nicht nur, etwas Bestehendes weiterzuführen. Es bedeutet auch, seinen eigenen Platz zu finden, mutig Entscheidungen zu treffen und die eigene Handschrift zu entwickeln.
Und wieder einmal hat sich für mich bestätigt:
Unternehmerkind sein verbindet – egal ob im Münsterland oder in Bayern! ❤️
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In der Podcastfolge „Kein gemachtes Nest! – Simone Huber über die Realität der Unternehmensnachfolge“ erfährst du noch viel mehr über Simones Geschichte, ihre Herausforderungen und ihre Erfahrungen als Unternehmerin.
Mehr über Simone und ihr Unternehmen erfährst du bei Huber – mein Lebensgefühl und über ihr Unternehmerinnen-Netzwerk OHN!CE.
Wenn dir die Folge gefallen hat, freue ich mich riesig über dein Feedback oder wenn du den Kanal abonnierst.
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Darauf bin ich schon gespannt. Denn jede Unternehmerkind-Geschichte ist einzigartig – und wir alle können voneinander lernen.
Dieser Podcast lebt von seinen Zuhörer:innen, ihren Perspektiven und Erfahrungen.
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